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Beschreibung
Der Körper der Tierläuse ist in der Regel stark abgeflacht, der Kopf meist vorstehend. In der Regel haben die Tiere stechend- saugende Mundwerkzeuge, vor allem bei den Mallophaga sind sie jedoch auch beißend. Die einzelnen Segmente der Brust (Thorax) sind verwachsen und tragen keine Flügel, die relativ kurzen Beine sind mit Klammermechanismen bestückt, damit sich die Tiere am Wirt festhalten können.
Lebensweise
Alle Tierläuse leben als Ektoparasiten anVögel (Federlingen) oder Säugetiere (echte Tierläuse undHaarlinge). Dabei sind die meisten Arten mehr oder weniger spezifisch auf einem Wirt zu finden, häufig bevölkern auch mehrere Arten denselben Wirt. Ohne diesen Wirt sind sie meistens nur wenige Tage lebensfähig. Die Übertragung erfolgt meist bei direkten Körperkontakt oder über das Nest, bei der Kopflaus auch über Kleidung.
Abstammung
Entgegen der bisherigen Lehrmeinung die von einem einzigen Vorfahren der heute lebenden Tierlausarten ausgeht, konnte ein internationales Forscherteam um Kevin Johnson die Abstammung von zwei verschiedenen Urahnen nachweisen. Die parasitischen Tierläuse entwickelten sich also trotz ihrer großen morphologischen Ähnlichkeit im Laufe der Evolution unabhängig voneinander zweimal. Die große Übereinstimmung der parasitischen Körpermerkmale ist nach Meinung der Wissenschaftler das Ergebnis der Anpassung an das Wirtstier, jedoch kein Zeichen für die enge Verwandtschaft der Tiere untereinander (siehe auch: Konvergenz).
Systematik
Innerhalb der Tierläuse werden vier Taxaunterschieden, die hauptsächlich anhand der Mundwerkzeuge identifiziert werden können. Gemeinhin werden die Amblyzera und die Ischnocera in einem Taxon namens Mallophaga (Haarlinge und Federlinge) zusammengefasst:
Amblycera
Die Tiere des Taxon Amblyzera ernähren sich vor allem von keratinhaltigen Substanzen wie Haaren, Hautschuppen und Federn. Sie leben im Fell von Säugetieren oder im Gefieder von Vögeln. Wichtige Vertreter dieser Gruppe sind Gliricola porcelli, welches aus Südamerika mit den Meerschweinchen eingeschleppt wurde und an diesen parasitiert sowie die größte Art der Tierläuse Laemobothrium atrum, der im Gefieder des Blässhuhns lebt.
Ischnocera
Die Ischnocera ernähren sich wie die Amblycera von keratinhaltigen Substanzen und kommen ebenfalls bei Vögeln und Säugetieren vor. In diese Gruppe gehören der Amselfederling (Philopterus merulae), der Hundehaarling (Trichodectes canis), der den Gurkenbandwurm (Dipylidium caninum) bei Hunden überträgt und der Katzenhaaling (Felicola subrostratus).
Rhynchophthirina
Bei den Rhynchophthirina ist der vordere Kopfbereich rüsselartig verlängert und nach vorn ausgezogen. Dieses Merkmal teilt die Art Elefantenlaus (Haematomyzus elephantis) mit ihren Wirten, den Elefanten und Warzenschweinen.
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